Die Assoziation „Einung“

Schreiben von Ortwin Hennig,
Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Georgien an die „Einung“

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,

ich freue mich, der “Assoziation der Deutschen Georgiens Einung” zum 20-jährigen Bestehen zu gratulieren. Die Einung ist ein wichtiger Botschafter Deutschlands und deutscher Kultur in Georgien; sie trägt zu dem guten Ruf Deutschlands in Georgien bei. Die Einung ist Symbol für die Geschichte der Deutschen in diesem Land und Teil ihrer zeitgenössischen Spuren. Dabei kann sie, ebenso wie die deutsche Minderheit selbst, auf eine wechselvolle Vergangenheit zurück blicken. Nachdem im 18. Jahrhundert zahlreiche Deutsche in den Kaukasus ausgewandert und in Georgien florierende Gemeinden gegründet hatten, brach in der Sowjetunion eine schwere Zeit für die deutsche Volksgruppe an. Alle Ausdrucksformen deutscher Kultur wurden verboten. Trauriger Höhepunkt der Repressionen war die Deportation vieler Deutscher aus dem Kaukasus nach Kasachstan während des 2. Weltkrieges. Nach der Auflösung der Sowjetunion wurde die “Assoziation der Deutschen Georgiens Einung” im August 1991 gegründet. Seitdem steht die Einung für Rückbesinnung auf deutsche Kultur und Geschichte und pflegt die nationalen, kulturellen und religiösen Traditionen der Deutschen Georgiens. In den ersten Jahren nach der georgischen Unabhängigkeit, als die soziale Lage besonders schwierig war, kam ihr eine wichtige Rolle auch in der Versorgung vieler älterer Gemeindemitglieder zu. In den letzten 20 Jahren war die Einung sehr aktiv. Trotz schwieriger Umstände konnte die Versöhnungskirche gebaut werden, in der deutschsprachige Gottesdienste der evangelisch-lutherischen Gemeinde in Georgien abgehalten werden. Zentrum der Einung ist das Begegnungshaus, das als Anlaufstelle der Gemeindemitglieder dient. Die Deutsche Botschaft hat die Einung bei ihrem wertvollen Beitrag für den Erhalt und die Vermittlung der deutschen Kultur in Georgien stets unterstützt. Unsere gemeinsame Arbeit an der Bewahrung des georgisch-deutschen kulturellen Erbes in Georgien ist wichtig, damit dieses in der heutigen schnelllebigen Zeit nicht in Vergessenheit gerät, sondern weiter erhalten und weiter vertieft werden kann. Für die Zukunft steht die “Einung” vor einer großen Herausforderung. Sie muss verstärkt auch die jungen Angehörigen der deutschen Minderheit für die deutsche Kultur und Sprache begeistern und dadurch ihre Arbeit aktiv und lebendig halten. Ich hoffe und wünsche mir, dass die junge Generation das Werk der Gründer der Einung genauso engagiert mittragen und fortführen wird.
In diesem Sinne: auf die nächsten 20 Jahre!
Ihr
Ortwin Hennig
Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Georgien

Als die Assoziation „EINUNG“ gegründet wurde, konnten wir uns noch nicht im vollen Umfang vorstellen, was für einen großen Beitrag die Deutschen zur Kultur und Wissenschaft Georgiens geleistet hatten.

Trotz zahlreicher Verfälschungen der Geschichte durch totalitäre Regime, für die Vieles im Zusammenhang mit Deutschen Georgiens sehr unbequem war, konnten auch durch die Arbeit der Assoziation sehr zahlreiche Fakten über die Geschichte der Deutschen Georgiens ans Licht gebracht werden.

Heute ist die Mehrheit georgischer Bevölkerung trotz aller Wirren der Geschichte positiv gegenüber Deutschland und Deutschen eingestellt. Dies ist nicht zuletzt ein Verdienst der deutschen Volksgruppe, die in Georgien seit fast 200 Jahren lebt.

Eines der Hauptziele unserer Assoziation ist die genaue Erforschung der Geschichte der Deutschen Georgiens und unser Bekenntnis zu unserem Volkstum. Auch tragen wir diese Geschichte an die breite Öffentlichkeit.

Je mehr wir uns mit dieser Arbeit befasst haben, desto klarer wurde es, wie hoch ist die Messlatte, die uns unsere Vorfahren hinterlassen habe!

Hier zunächst Mal einige spannende Fakten:
Während des Zerfalls der Sowjetunion wurden in Russland, Kasachstan und in fast allen Ländern der ehemaligen UdSSR deutsche Gesellschaften namens „Wiedergeburt“ gegründet.
In Georgien haben wir im August 1991 die Assoziation der Deutschen Georgiens “Einung” registriert. Das überlieferte altdeutsche Wort „Einung“ bedeutet etwa eine auf Eid gegründete vertragliche Übereinkunft und darauf begründete Gemeinschaft.

Die Eröffnung des Memorials der Kriegsgefangenen.
Rechts Kathalikos-Patriarch von ganz Georgien Ilia II, links Nodar Kurdiani

Heutzutage vereint die Assoziation der Deutschen Georgiens mehr als 2000 Mitglieder.
Die meisten davon wohnen in Tbilissi, jeweils etwa 100 Menschen in Rustavi, Bolnisi, Batumi, sowie einigen und anderen Orten Georgiens. Der erste Präsident der Assoziation war Dr. Nodar Kurdiani (1991 – 2001). Seit 2001 ist Dr. Harry Augst Präsident der Assoziation.

Dr. Harry Augst

Der Vorstand besteht aus 13 Mitgliedern. Vizepräsident ist Alexander Feldmaier.

Mit der Unterstützung der Botschaft Deutschlands hat die Assoziation ein Begegnungshaus in Paliaschwili Str.12 gegründet. Im Jahre 2002 wurde das Haus der Assoziation bei einem Erdbeben stark beschädigt. Ab 2004 sind wir in die G. Tabidse Str.3/5 umgezogen, wo auch zurzeit das Büro und die Begegnungsstätte der „Einung“ ist.

 Räumlichkeiten der Begegnungsstätte der „Einung“.

Die Hauptziele der Assoziation sind:
– Studien zur Kultur und Geschichte unserer Volksgruppe,
– Aufrechterhaltung überlieferter nationalen, kulturellen und religiösen Traditionen,
– Stärkung der nationalen und kulturellen Identität für Personen mit deutschen Wurzeln.

Wir schaffen auch soweit möglich Bedingungen zur regelmäßigen Begegnung zwischen unseren Mitgliedern und verfolgen diverse soziale und gesellschaftliche Zeile im Namen der Deutschen Georgiens.

Beispielsweise helfen wir den Menschen mit der deutschen Herkunft, deren Vorfahren während der anhaltenden Repressalien gezwungen wurden ihre deutschen Namen zu ändern, bei der Wiederherstellung ihrer Namen. Die Assoziation „Einung“ war die erste Organisation im postsowjetischen Raum, die eine Herausgabe eines Erlasses (vom 30. Juni 1992) erreicht hat, mit dem eine Wiederherstellung der Angaben zur nationalen Zugehörigkeit für Deutsche erst ermöglicht wurde.

Unser soziales Engagement:
In den ersten Jahren unseres Bestehens, in den 90-er Jahren herrschte in Georgien eine in jeder Hinsicht schwierige Lage. In dieser Zeit haben wir die Hilfe für Dutzende unserer besonders bedürftigen Mitglieder, z.B. als Lebensmittel, finanziert durch private Spenden aus Deutschland organisiert.

Von Zeit zu Zeit bekamen wir damals von der wohltätigen Organisation „Arbeiter Samaritern“ Mehl, Zucker und Milchpulver als humanitäre Hilfe und organisierte die Verteilung an die bedürftigen Mitglieder.

Im Laufe von einigen Jahren wurde den Assoziationsmitgliedern Brot aus eigener Bäckerei der internationalen wohltätigen Organisation „Der Maltesische Orden“ ausgegeben. Derzeit haben wir eine Sozialstation, die mit Mitteln des diakonischen Werkes finanziert wird.

Auch arbeitete Einung im Laufe von vielen Jahren mit der deutschen Organisation „Ostakademie“ zusammen. Dabei wurden mit Unterstützung des Innenministeriums Deutschlands einmal jährlich Begegnungen von etwa 25 Personen von der Assoziation und von der Ostakademie ermöglicht. Sehr viele Assoziationsmitglieder konnten an diesen Begegnungen teilnehmen.

Evangelisch-lutherische Tradition in Georgien und die Zusammenarbeit mit der Kirche:
Seit 1991 wurde ein lutherischer Gottesdienst in Tbilissi Vater und der Sohn Dreiling wiederaufgenommen. Als Nachfolger fungierte Herr Harry Asikow als Pastor.

Bereits 1995 konnte die Assoziation “Einung” ein Grundstück in der T.-Graneli-Straße bekommen, wo ehemals ein deutscher Friedhof war. Auf diesem Grundstück hat Professor der Universität Saarbrücken Dr. Gerd Hummel die “Versöhnungskirche” bauen lassen. Nachdem Dr. Gerd Hummel in Rente gegangen war, zog er nach Tbilissi um und wurde später Bischof der evangelisch-lutherischen Kirche in Georgien (ELKG). Er verstarb 2004.

Pflege der deutschen Sprache:
Unsere Assoziation organisiert seit ihrer Gründung Deutschkurse. In den ersten Jahren wurden diese selbst finanziert. Zurzeit wird der Deutschunterricht für unsere Mitglieder von der Deutschen Botschaft finanziert.

Die Privatschule „Ani-zet“ (“ani – z”), mit hoher Expertise für die deutsche Sprache, leistet der Assoziation große Hilfe. Viele der Jugendliche lernen auch am Goethe-Institut.

Dank der Förderung der deutschen Botschaft in Georgien organisieren wir jährlich ein Sommersprachlager in Kobuleti am Schwarzen Meer. In diesem Lager lernen Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahre je 3 Stunden täglich Deutsch. Es werden auch Unterhaltungsabende, Sportsmaßnahmen und Events veranstaltet. Dabei können unsere jungen Mitglieder besonders effektiv und „spielend“ die Sprache Ihrer Vorfahren erlernen und pflegen.


Deutschunterricht im Sommersprachlager (Kobuleti)
 

Unser kulturelles Engagement:
Fünf Jahre lang funktionierte bei der Assoziation ein Jugendtheaterstudio, welches Theaterstücke in deutscher Sprache aufführte. Frau Diana Kessner war Gründerin und künstlerische Leiterin dieses Studios. Deutschlehrerin Valentina Feldmaier war Sprachleiterin der Theatergruppe. Beispielsweise wurde „Turandot“, nach Friedrich Schiller unter der Regie von Lela Gvarischvili aufgeführt.


Schauspieler des Jugendtheaters

In der Assoziation gibt es auch eine Gruppe von professionellen Malern. Die Leiterin der Gruppe ist Vorstandsmitglied und Kunstforscherin Isolda Kurdadse. Regelmäßig werden Ausstellungen organisiert. Unter unseren Mitgliedern sind auch bekannte Maler, wie Loretta Abaschidse-Schengelia, Tinatin Heine und einige andere.

Mit Unterstützung der deutschen Botschaft veranstalten wir regelmäßig von der Kammermusik begleitete Oster- und Weihnachtsfeste, die vor Allem für ältere Mittglieder der „Einung“ ein sehr wichtiges Erlebnis sind. Unter unseren Gästen sind auch stets Vertreter der deutschen Botschaft.

Oft werden von unserer Assoziation in der Versöhnungskirche Konzerte der klassischen Musik veranstaltet. Diese werden von unserem Vorstandsmitglied Olga Adwadse geleitet. Dabei musizieren begabte Schüler der 2. Musiklehranstalt namens Eugenij Mikeladse. Als Leiterin fungiert Frau Nata Nazwlischwili. Unter diesen Schülern ist auch Laureat vieler internationalen Musikwettbewerbe Mariam Bazaschwili.

Die Assoziation „Einung“ veranstaltet zusammen mit dem „Zentrum der Geistlichkeit und Kultur Abchasiens“ in der Versöhnungskirche und im Goethe- Institut Konzerte der klassischen Musik. Diese Konzerte werden von der Leiterin des Zentrums, Kunstforscherin Frau Swetlana Kezba, die auch unser Mitglied ist, durchgeführt. Eine von diesen Konzerten war dem 250. Geburtstag von Friedrich Schiller gewidmet.

Die Assoziation hat einige Maßnahmen mit dem Museum des Tbilisser W. Sarajischwili Konsevatoriums durchgeführt. Darunter ist ein Abend auszuzeichnen, der dem 85. Jahrestag vom Pianisten Rudolf Kehrer gewidmet war. Rudolf Kehrer wurde in Tiflis geboren. Zur Zeit wohnt er in der Schweiz, deshalb waren an diesem Abend sowohl die Vertreter der deutschen Botschaft als auch der Botschafter der Schweiz in Georgien Dr. L. Amberg anwesend.

Das „Kaukasische Haus”, das von der Schriftstellerin und in der Öffentlichkein bekannten Frau Naira Gelaschwili geleitet wird, hilft aktiv vielen nationalen Minderheiten in Georgien. Dort wurden auch Bücher unseres Mitglieds Diana Kessner präsentiert. Im Jahre 2009 hat Harry Augst im „Kaukasischen Haus“ einen Vortrag „Europa und die Europäer“ gehalten, der später in der Zeitschrift beim Ombudsmann „Solidarität“ veröffentlicht wurde.
 

Unser gesellschaftliches Engagement:
Die Assoziation ist Mitglied des Rates der nationalen Minderheiten beim Ombudsmann. Dieser Rat hat dem Parlament Georgiens seine Empfehlungen aus Anlass der „Rahmenkonvention zum Schutz nationaler Minderheiten“ vorgeschlagen, die vom georgischen Parlament verabschiedet worden sind. Dr. H. Augst nahm an der Arbeit von 2 Kommissionen teil, die diese Empfehlungen im Ausbildungsbereich und im Bereich der juristischen Fragen ausgearbeitet hatten.

Aufgrund der Rahmenkonvention wurde von der Regierung Georgiens „Nationale Konvention der Toleranz und Bürgerintegration“ zusammengestellt, die die Besonderheit der Lage von nationalen Minderheiten in Georgien berücksichtigt. Im Juni 2009 war eine in Gudauri abgehaltene Konferenz der Besprechung dieser Konzeption gewidmet. Im Juni 2010 fand in Batumi die zweite Konferenz zur Beobachtung der Erfüllung der Konvention und Definition der nächsten Schritte statt. Dr. H. Augst vertrat die Assoziation bei diesen Konferenzen. Unter den Teilnehmern waren Ombudsmann Georgiens, die Regierungs- und Parlamentsmitglieder, die Vertreter internationaler Organisationen.

Die Assoziation hat an der Veranstaltung von „Deutschen Tagen in Tiflis“, die von der deutschen Botschaft organisiert wurde, teilgenommen. Am 16. Mai 2011 hat Dr. H. Augst in der Begegnungsstätte der Assoziation einen Vortrag „Zur Geschichte der Deutschen in Georgien“ gehalten. Am 21. Mai hat in der Begegnungsstätte „Der Tag der offenen Tür“ stattgefunden, wo sich die Gäste zahlreiche Informationen zur Geschichte der Deutschen Georgiens anschauen konnten.

Seit 1993 war die Assoziation assoziiertes Mitglied, und seit 2001 ist sie ein ordentliches Mitglied der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen e.V. (FUEV). Die Assoziation nimmt regelmäßig an den Kongressen der FUEV und jährlichen Sitzungen der deutschen Minderheiten teil, sie arbeitet aktiv mit Delegationen der FUEV, die mehrmals Georgien besucht haben.

2010 hat der Präsident der Assoziation Dr. H. Augst am internationalen Seminar in Flensburg teilgenommen, das von der Europäischen Union und dem „Europäischen Zentrum für Minderheitenfragen“ (ESMI) durchgeführt wurde. Dieses Seminar war der Besprechung der „Europäischen Charte der regionalen Sprachen und Minderheitssprachen“ gewidmet. Die Assoziation nimmt auch an vielen Maßnahmen in Tbilisi teil, die vom ECMI organisiert werden.

In der letzten Jahren funktioniert sehr aktiv bei der FUEV gegründete Organisation AGDM (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten), die die Minderheitsorganisationen von 28 Staaten Europas vereinigt:
www.agdm-neu.fuen.org
Die Organisation ist mit Sprach- und Kulturfragen beschäftigt. Besonders erfolgreich waren das Seminar 2011 in Eupen (Belgien) und die Seminaren in Berlin (2012 und 2014).
Die Assoziation ist Mitglied der „Internationalen Union der deutschen Kultur“, die Deutsche ehemaliger UdSSR vereinigt.


70 Jahre nach der Deportation
Der 8. Oktober 2011 war der 70. Jahrestag der Unterzeichnung des Erlasses über die Aussiedlung der Bürger deutscher Nationalität aus Georgien, Aserbaidschan und Armenien. Anlässlich dieses traurigen Datums haben sich die Mitglieder der Assoziation “Einung” und zahlreiche Gäste in der evangelisch-lutherischen Versöhnungskirche in Tbilissi versammelt. Mit einem Einführungswort hat der Bischof der Evangelisch-lutherischen Kirche Dr. Hans-Joachim Kiderlen den Abend eröffnet. Der Präsident der Assoziation “Einung” Dr. H. Augst hat einen Vortrag “70 Jahre nach der Deportation” gehalten. An diesem Abend haben auch der Ombudsmann Georgiens G. Tuguschi und der Erste Sekretär der Botschaft der BRD in Georgien Dr. Müntel eine Rede gehalten. Zum Ausklang des Abends hat Bischof Kiderlen das Gebet “Vater unser” geleitet. Unter den Gästen war die stellvertretende Sekretärin des nationalen Sicherheitsrates Georgiens Frau T. Kintsuraschwili. Der Kirchenchor “Gloria” hat einige Chorale gesungen.
Im Vortrag von H. Augst wurde vermerkt, dass die Opfer politischer Repressalien, die sich an das Gericht gewandt hatten, laut Verordnung des Parlaments Georgiens vom 5. Mai 2011 lediglich eine “moralische Kompensation” in Höhe von 200-400 GEL erhalten haben. Dies deckt gerade noch die Kosten die für die zahlreiche Bescheinigungen und Beglaubigungen die zum Erhalt der Kompensation benötigt wurden. Außerdem mussten diese Menschen (überwiegend Senioren) stundenlang in Warteschlangen stehen. Es ist daher schwer, eine solche Kompensation als “moralisch” zu bezeichnen.

Der 20. Jahrestag der Assoziation “Einung”
Am 19. Dezember 2011 hat die Assoziation “Einung” ihren 20. Jahrestag gefeiert. Im Rahmen dieses Jubiläums hat die Präsentation des Buches “Zur Geschichte der Deutschen Georgiens” in der Evangelisch-lutherischen Versöhnungskirche stattgefunden. Dieses Buch ist unter der Redaktion von H. Augst zweisprachig auf Deutsch und Georgisch zusammengestellt. In der Begrüßungsansprache wandte sich der Botschafter der BRD in Georgien Herr Ortwin Hennig an die Anwesenden und gratulierte zu diesem Datum. Der Bischof der Evangelisch-lutherischen Kirche Dr. Hans-Joachim Kiderlen hat über die Geschichte der lutherischen Kirche in Georgien und ihre Beziehungen mit der Assoziation “Einung” berichtet. Die stellvertretende Sekretärin des nationalen Sicherheitsrates Georgiens Frau T. Kintsuraschwili und der Vorsitzende des Toleranzrates beim Ombudsmann Georgiens Beka Mindiaschwili haben die Begrüßungsrede gehalten. Zum Schluss gab es ein Konzert der deutschen klassischen Musik und einen festlichen Empfang, an dem mehr als 250 Menschen teilgenommen haben.

 

Veranstaltung „Deutsche Ärzte in Georgien und für Georgien“ am 11. Dezember 2015

Die Tagung wurde auf Initiative der Tbilisser Staatlichen Medizinuniversität die Veranstaltung “Deutsche Ärzte in Georgien und für Georgien” organisiert. Die Tagung hat die amtierende Universitätsleiterin Professorin Chatuna Chadadse eröffnet. Sie hat über die Tätigkeit deutscher Ärzte in Georgien erzählt und mitgeteilt, daβ an dieser Tagung 5 Professoren der Universität München teilnehmen, die aktiv mit georgischen Ärzten zusammenarbeiten. Professor Ramas Schengelija hat den ausführlichem Vortrag über die Tätigkeit der deutschen Ärzte in Georgien vom 19. J.h. bis z.Z. gehalten. Professorin Nino Abralava hat über georgisch-deutsche Beziehungen erzählt. Der Präsident der Assoziation der Deutschen Georgiens “Einung” Dr. H. Augst hat in seinem Vortrag über die Tätigkeit der Deutschen in Georgien berichtet. Die von den deutschen Ärzten in Georgien stammende Malerin Tinatin Heine berichtete von ihren Erinnerungen. Der in Georgien tätige Professor Michael Lenze aus Deutschland und Arzt Georgi Grigolija, der in Deutschland tätig ist, haben über heutige Beziehungen von Ärzten Georgiens und Deutschlands berichtet. Am 14. Dezember 2015 wurde in der ersten Klinik der Tbilisser Staatlichen Medizinischen Universität (Generaldirektor Professor Irakli Kochreidze) ein Rudolf-Virchow-Kabinett eröffnet. Rudolf Virchow war hervorragender deutscher Gelehrte, Arzt und Person des öffentlichen Lebens. Es werden in diesem Kabinett den Mitgliedern der Assoziation der Deutschen Georgiens “Einung” kostenlose Konsultationen vorgeschlagen.


Veranstaltung “Heimat
IdentitätGlauben” in Berlin
eine Information von der georgischen Botschaft:

Am 12. November 2015 hat das Innenministerium der BRD eine Veranstaltung mit Teilnahme von Vertretern der deutschen Minderheiten   und der nationalen Minderheiten in Deutschland organisiert. Daran hat Botschafter Georgiens in der Bundesrepublik Deutschland Herr Lado Tchanturia teilgenommen. Das Hauptthema dieser Veranstaltung war “Heimat–Identität–Glauben”. Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten Herr Hartmut Koschyk hat die Veranstaltung eröffnet. Der Bundesinnenminister Thomas de Maiziere hat einen Vortrag gehalten. An der Veranstaltung haben der Präsident der Assoziation der Deutschen Georgiens “Einung” Dr. Harry Augst und der Vize-Präsident Alexander Feldmaier teilgenommen. Unter den Vertretern der zahlreichen deutschen Minderheiten war Olga Hoffmann, die Deutsche ukrainischer Abstammung zu vermerken, die 2015 den Titel Miss Germany erworben hat.

 

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